In Deutschland gab es bereits zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Damenverbindungen. Nachdem 1892 in Heidelberg und Freiburg das Studium für Frauen erlaubt wurde, ließen auch weitere Universitäten Frauen zum Studium zu. Preußen war das letzte Land, das Frauen im Jahr 1908/09 das Studium erlaubte.

Zeitgleich gründeten sich auch die ersten Studentinnenverbindungen. Beispielsweise in Bonn, Berlin, Hamburg, Heidelberg, Köln usw. gab es Verbindungen, die sich sogar zu dachverbandsähnlichen Vereinen zusammenschlossen. Nach der Gleichschaltung im Jahr 1935 gab es jedoch keine Frauenverbindungen mehr, und die Verbindungen wurden auch nach dem 2. Weltkrieg bis auf eine Ausnahme nicht wiedergegründet.

Ein erster Versuch einer Neugründung in den sechziger Jahren scheiterte, und die erste erfolgreiche Gründung war die der noch bestehenden TTDV Ferra-Floris zu Münchberg im Jahr 1976. Anfang der achtziger Jahre folgte die Gründung der ADV Merzhausia Freiburg, im Jahr 1985 unsere liebe VBSt Lysistrata.

In Deutschland ist im Vergleich zu Österreich das Verbindungswesen bei den Schülerinnen kaum verbreitet. In den achtziger Jahren gab es einzelne Versuche, Schülerinnenverbindungen zu gründen, ihr Bestand war jedoch nicht von Dauer. Derzeit besteht eine Schülerinnenverbindung in Oldenburg (SV Sorores Hypatiae Oldenburgensis).

Hier eine Karte, wo es in Deutschland Damenverbindungen gibt (oder nach dem zweiten Weltkrieg gab):

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Auf der Karte sind nicht die realen Adressen der Verbindungen mit Markern versehen, sondern lediglich die Städte.